Die Wahl des passenden Intranets mag in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung auf den ersten Blick nicht dringend wirken. Schließlich habt ihr täglich mit Personalmangel, vollen Stationen und Patient:innen zu tun, die jetzt sofort Hilfe brauchen – nicht irgendwann nächste Woche. Da bleibt kaum Zeit, sich Gedanken über digitale Tools zu machen.

Doch genau hier liegt der Punkt: Kommunikation und Vernetzung wirken sich direkt auf die Patientensicherheit, das Wohlergehen und die Zufriedenheit eurer Mitarbeitenden sowie die Effizienz eurer Organisation aus.

Ein gut umgesetztes Intranet kann zur digitalen Lebensader eurer Einrichtung werden – ein zentrales Werkzeug, das Pflegekräfte, Ärzt:innen, Verwaltung und Servicepersonal verlässlich informiert, vernetzt und unterstützt. Wird es jedoch schlecht umgesetzt, ist es nur eine weitere Plattform, die niemand nutzt.

Also: Wie findet ihr ein Intranet für das Gesundheitswesen, das wirklich funktioniert und euren Alltag spürbar erleichtert?

Das schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt gemeinsam an.

Warum das Gesundheitswesen ein anderes Intranet braucht

Wer in HR oder interner Kommunikation im Gesundheitsbereich arbeitet, kennt das Problem:
Richtlinien werden per E-Mail verschickt, aber die Nachtschicht bekommt davon nichts mit. Updates gehen in WhatsApp-Gruppen unter. Neue Mitarbeitende verbringen Tage damit, die richtigen Dokumente zu finden. Und mal ehrlich: Wenn sie das Wort „Intranet“ hören, verdrehen viele die Augen.

Das liegt nicht am fehlenden Interesse an einer digitalen Kommunikationslösung, sondern an ungeeigneten Tools. Die meisten Systeme sind einfach nicht darauf ausgelegt, wie Beschäftigte in Krankenhäusern, Kliniken, Ärztezentren, Pflegeeinrichtungen oder der Medizintechnik wirklich arbeiten. Schreibtischmitarbeitende können ihr E-Mail-Postfach regelmäßig prüfen – Pflegekräfte, Ärzt:innen oder Sanitäter:innen nicht. Dabei brauchen gerade sie aktuelle Informationen sofort und gezielt.

Genau darin liegt das Problem, warum so viele Mitarbeiterplattformen im Gesundheitssektor eine schlechte Adoption aufweisen. Viele herkömmliche Intranets wurden für Büroangestellte entwickelt. Im Gesundheitswesen sieht die Realität aber anders aus:

  • Die Mehrheit arbeitet ohne festen Arbeitsplatz. Rund 80 % der Beschäftigten weltweit sind „Non-Desk-Mitarbeitende“. In der Gesundheitsbranche ist dieser Anteil sogar noch höher: Pflegekräfte, Ärzt:innen, Sanitäter:innen, Therapeut:innen und Krankenhauspersonal sind ständig in Bewegung – selten am Computer, aber immer im Einsatz.
  • Kommunikationslücken haben reale Folgen. Ein verpasstes Update kann die Patientenversorgung verzögern oder sogar Sicherheitsrisiken schaffen.
  • Burnout ist allgegenwärtig. Verschiedene Studien zeigen, dass etwa 30 bis 50 % aller Fachkräfte im Gesundheitswesen Symptome von emotionaler Erschöpfung und Burnout erleben. Mangelnde Anerkennung und fehlende Verbindung gehören zu den wichtigsten Ursachen dafür.

Ein gutes digitales Kommunikationstool für Pflege- und Gesundheitseinrichtungen darf also keine bloße Ablage für Dateien oder ein digitales Schwarzes Brett sein. Es muss mobil zugänglich, motivierend gestaltet und wirklich hilfreich für Mitarbeitende sein – besonders in den anspruchsvollsten Arbeitsumgebungen, in denen jede Minute zählt.

Woran ihr erkennt, dass eure aktuelle Intranet-Lösung nicht funktioniert

Wenn ihr euch fragt, ob es Zeit für ein Upgrade eures Intranets ist, achtet auf diese Warnsignale – genau das berichten uns HR- und Kommunikationsteams aus dem Gesundheitswesen immer wieder:

  • Wichtige Infos erreichen nicht alle. Neue Richtlinien werden per Mail versendet, aber die Hälfte des Teams in der Nachtschicht bekommt sie nie zu sehen.
  • Niemand loggt sich ein. Wenn das Intranet unübersichtlich oder irrelevant wirkt, verlieren Mitarbeitende schnell das Interesse.
  • Frontline-Teams fühlen sich abgehängt. Pflegekräfte und Ärzt:innen sehen selten Anerkennung oder interne News. Sie fühlen sich vom Rest der Organisation abgeschnitten.
  • Wertvolle Zeit geht verloren. Mitarbeitende verbringen kostbare Minuten damit, nach Protokollen, Telefonnummern oder Dienstplänen zu suchen.
  • Zu viele Tools. Statt Abläufe zu vereinfachen, trägt das Intranet zur digitalen Überlastung bei und macht den Arbeitsalltag noch komplexer.

💡 Lesetipp: Vor welchen Herausforderungen stehen interne Kommunikator:innen gerade?

Kommt euch das bekannt vor? Dann seid ihr nicht allein. Viele Kliniken und Pflegeeinrichtungen kämpfen mit den gleichen Problemen.

Was ein gutes Intranet in Krankenhaus oder Pflege leisten muss

Wie sieht also das „richtige Intranet“ im Gesundheitswesen aus?

Es geht nicht darum, möglichst viele Funktionen hineinzupacken. Es geht um echte Entlastung im Arbeitsalltag. Ein gutes Intranet löst menschliche Herausforderungen in einem hochdynamischen, stressintensiven Umfeld.

Wenn ihr verschiedene Portale und Intranet-Lösungen bewertet, solltet ihr euch auf die Funktionen und Eigenschaften konzentrieren, die genau diese Probleme gezielt angehen – und eben nicht auf bloße Feature-Listen.

 

1. Mobile-first-Kommunikation

Euer Intranet sollte dort leben, wo eure Mitarbeitenden sind: auf dem Smartphone. Eine mobile Mitarbeiter-App sorgt dafür, dass Pflegekräfte, Ärzt:innen und andere Frontline Worker überall und jederzeit aktuelle Informationen erhalten – nicht nur am Schreibtisch.

👀 Darauf solltet ihr achten: Push-Benachrichtigungen für dringende Mitteilungen, personalisierte Feeds und Zugriff auch im Offline-Modus.

 

2. Zielgerichtete Echtzeit-Updates

Nicht jede Nachricht ist für alle relevant. Die Intensivstation braucht andere Informationen als die Pädiatrie und das Reinigungsteam wiederum andere als die Verwaltung. Ein Krankenhaus-Intranet sollte Nachrichten nach Rolle, Abteilung oder Standort ausspielen können.

👀 Darauf solltet ihr achten: intelligente Zielgruppensteuerung, geplante Veröffentlichungen und einen zentralen Hub für dringende Mitteilungen und Alltagsnews.

 

3. Einfacher Zugriff auf Wissen

Ein effektives Intranet ist ein zentraler Bestandteil eures Wissensmanagements. Wenn Mitarbeitende ein Protokoll, eine Schulungsunterlage oder die richtige Ansprechperson finden müssen, muss es schnell gehen. Niemand hat Zeit, sich durch Laufwerke oder verstreute Dateien zu klicken.

👀 Darauf solltet ihr achten: eine Suchfunktion, die so intuitiv ist wie Google – damit Richtlinien, Kontakte, Schulungsmaterial sowie das gesamte Know-how eurer Organisation sofort auffindbar sind.

 

4. Anerkennung und Wertschätzung sichtbar machen

Anerkennung darf nicht nur einmal im Jahr stattfinden. Sie gehört fest in den Arbeitsalltag – sichtbar, spontan und authentisch.

👀 Darauf solltet ihr achten: soziale Funktionen, Kudos-Posts und Tools, mit denen Führungskräfte und Kolleg:innen sich gegenseitig Wertschätzung zeigen sowie unkompliziert Erfolge teilen und feiern können.

 

5. Nahtlose Integration in bestehende Systeme

Euer Intranet darf keine zusätzliche Komplexität schaffen, sondern muss Abläufe vereinfachen. Das bedeutet: Es sollte reibungslos mit euren bestehenden Tools wie Dienstplanungssystemen, HRIS oder EHR-Systemen zusammenarbeiten.

👀 Darauf solltet ihr achten: Integrationen mit den Anwendungen, die euer Team ohnehin täglich nutzt. Damit alles, was ihr braucht, an einem Ort zugänglich ist.

 

6. Sicherheit und Datenschutz

Im Gesundheitswesen werden täglich besonders sensible Daten verarbeitet. Deshalb muss euer Intranet höchste Sicherheits- und Datenschutzstandards erfüllen und sowohl bei der IT als auch bei den Mitarbeitenden Vertrauen schaffen.

👀 Darauf solltet ihr achten: Sicherheit auf Enterprise-Niveau, rollenbasierte Zugriffsrechte und branchenspezifische Compliance für das Gesundheitswesen (z. B. DSGVO, ISO, HIPAA).

Warum das richtige Intranet in der Gesundheitsbranche so viel bewirkt

Ein Intranet wird oft als weiteres IT-Projekt betrachtet. Doch der eigentliche Erfolgsfaktor ist menschlich:

Unterstützt das Intranet den Schichtbetrieb, indem es dafür sorgt, dass eine Pflegekraft sich mit ihrem Team verbunden fühlt, auch wenn sie Nachtschicht hat? Kann eine neue Ärztin mit einer mobilen Intranet-Lösung schnell die richtige Ansprechperson finden, ohne lange herumzufragen? Ermöglicht die Software einem Kommunikationsverantwortlichen, wichtige Updates zu teilen, ohne sich Sorgen zu machen, dass jemand sie verpasst?

Wenn ihr diese Fragen mit Ja beantworten könnt, dann wirkt euer Intranet weit über Technologie hinaus.

Eure Mitarbeitenden fühlen sich wertgeschätzt, Teams wachsen über Schichten und Standorte hinweg zusammen. Und letztlich profitieren davon auch die Patient:innen, weil die Menschen, die sich um sie kümmern, alles zur Hand haben, was sie brauchen.

Ein gut gewähltes Intranet für Pflegekräfte und eure gesamte Belegschaft hilft dabei,

  • Frontline-Mitarbeitende sichtbar zu machen. Fotos von Teamevents oder ein Dankespost für eine Pflegekraft, die besonders viel geleistet hat: Kleine Gesten wie diese haben eine große Wirkung.
  • Burnout zu reduzieren. Wer sich emotional verbunden und anerkannt fühlt, bleibt dem Unternehmen treu. Mitarbeiterbindung im Gesundheitssektor ist nicht nur eine menschliche, sondern auch eine wirtschaftliche Frage.

Die Patientenversorgung zu verbessern. Schnellere Informationsflüsse, weniger verpasste Updates und besser abgestimmte Teams führen direkt zu besseren Ergebnissen in der Versorgung.

Checkliste: So wählt ihr das richtige Intranet für eure Gesundheitseinrichtung

Wenn ihr ein Intranet für euer Unternehmen im Gesundheitswesen auswählt, solltet ihr euch ehrlich folgende Fragen stellen:

  • Erreicht diese Lösung wirklich alle Mitarbeitenden – auch jene ohne festen Arbeitsplatz?
  • Sind dringende Updates so aufbereitet, dass niemand sie übersehen kann?
  • Können Mitarbeitende die Informationen finden, die sie brauchen – in Sekunden statt in Stunden?
  • Trägt das System dazu bei, digitale Komplexität zu reduzieren, oder fügt es noch eine Ebene hinzu?
  • Hilft es uns, Menschen sichtbar zu machen und Erfolge zu feiern, statt nur Nachrichten zu senden?
  • Lässt sich das Intranet nahtlos in unsere bestehenden Systeme integrieren und bei Bedarf erweitern?

Wenn ihr nicht bei jeder dieser Fragen ein klares Ja geben könnt, lohnt es sich, weiterzusuchen. Bis ihr eine Lösung findet, die wirklich zu euren Bedürfnissen passt.

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